Vertragsverlängerung Wanitzek: Vier Tage Vorlauf, ein Wochenende im Tunnel – und am Sonntag ein Statement

Vertragsverlängerung Wanitzek: Vier Tage Vorlauf, ein Wochenende im Tunnel – und am Sonntag ein Statement

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Das war so ein Anruf, bei dem man sofort weiß: Das wird eng. Vier Tage vor Spieltag kam die Info rein – und wir waren damit ziemlich früh in einem Kreis, der das überhaupt wusste. In solchen Momenten ist nicht die Kamera die Herausforderung. Es ist der Kalender.

Es ging um die Vertragsverlängerung von Marvin Wanitzek. Wer sich mit der 2. Liga beschäftigt, kennt den Stellenwert: Kapitän, Identifikationsfigur, seit Jahren einer der prägenden Spieler. Entsprechend war auch klar: Das soll nicht als nüchterne Meldung „irgendwo“ passieren, sondern als Moment, der im Stadion sitzt.

Nach einer kurzen Abstimmung stand der Dreh. Kein langes Hin-und-Her, sondern: Termin finden, Setup bauen, Message sauber aufnehmen – so, dass sie später auf großer Fläche funktioniert. Dann Schnitt. Dann wieder Abstimmung. Und das Ganze nicht gemütlich über die Woche verteilt, sondern verdichtet: Über den Samstag lief gefühlt alles parallel – Feinschnitt, Versionen, Rückmeldungen – damit am Sonntag die Ausspielung passt.

Dass die Videobotschaft kurz vor dem Spiel gegen SC Paderborn 07 im Stadion lief und dabei sehr deutlich als emotionaler Moment beschrieben wurde, ist auch außerhalb der internen Kommunikation sichtbar. Die Wortwahl war auffällig einheitlich: Es ging um Lautstärke, Emotion, kollektives Aufatmen.

  • kicker schrieb, dass „im Wildpark großer Jubel“ aufbrandete, noch bevor das Spiel angepfiffen war.
  • In dpa-Berichten (die in mehreren Portalen aufgegriffen wurden) ist von „Euphorie im Stadion“ und einer „lautstark gefeierten“ Botschaft die Rede.
  • Andere Berichte beschrieben den Moment noch deutlicher als kollektiven Umschaltpunkt – bevor der Ball rollte, war „der Tag schon gerettet“.
  • Das sind Formulierungen, die man nicht planen kann. Du kannst nur die Voraussetzungen schaffen, dass so ein Moment überhaupt entstehen kann: klare Bilder, saubere Sprache, ein Schnitt, der nicht ablenkt – und eine Botschaft, die sich echt anfühlt.

    Was ich an solchen Produktionen mag: Man fühlt sich in der Zusammenarbeit nicht wie ein externer Dienstleister, der abliefert und verschwindet. Eher wie ein Teil des Vereins-Teams auf Zeit, mit einer klaren Aufgabe: Den Moment möglich machen. Dass dabei Vertraulichkeit mitschwingt, ist eher eine Selbstverständlichkeit als ein Werbeversprechen – sonst funktioniert das ganze Modell nicht.

Bei den Löwen ist das ähnlich: Wir durften bereits mehrfach Vertragsverlängerungsvideos umsetzen – unter anderem rund um David Späth und Jannik Kohlbacher. Und ganz ehrlich: Wenn man „hoffentlich noch mehrere“ sagt, meint man nicht Arbeit um der Arbeit willen, sondern etwas sehr Konkretes: Es würde bedeuten, dass Leistungsträger und Identifikationsfiguren im Verein bleiben.